Beginn: 18.03.2012, 18:00 Uhr
Ende: 18.03.2012, 21:00 Uhr
Ort: Hückelhoven
Am 17.3.1994, fast auf den Tag genau, vor 18 Jahren, fassten 17 Musikfreunde den Entschluss einen Förderverein für klassische Kammermusik zu gründen. Das Ergebnis bis heute sind 100 Kammermusikkonzerte und etliche Sonderveranstaltungen, wie die Kaffeekonzerte zu den Stadtmusikfesten und Konzerte zusammen mit anderen Kulturveranstaltern etc.
Das wollen wir feiern, und zwar mit einem Konzert, das über den üblichen Rahmen eines Kammerkonzertes hinaus geht, aber eine kammermusikalische Komponente bietet, z. b. im -
Tripelkonzert, C-dur, op. 56 von Ludwig van Beethoven.
Die Besonderheit dieses Werkes liegt darin, das es sich als Verbindung einer Kammermusikformation (Klaviertrio: Klavier, Violine, Cello) mit einem grossen Orchester darstellt und sich in der Form einer Sinfonie präsentiert. Das Ineinanderkonzertieren nach Beethovenscher Art ist der besondere Reiz des Werkes.
Es ist das erste Werk dieser Art (1804) und eines der wenigen, das heute noch grosse Beachtung findet und den Interpreten Äußerstes abverlangt.
Dieses Konzert entstand zeitgleich mit der 3. Sinfonie (Eroica) und der Oper Fidelio im Jahre 1804. Beethoven widmete dieses Opus sein Freund und Förderer Erzherzog Rudolf von Österreich, der bei der Uraufführung 1808 auch den Klavierpart spielte.
Der erste Satz ist großförmig angelegt und mit frischer, melodiöser Musik erfüllt. Der zweite Satz bringt im Largo eine weitgespannte Gesangsmelodie mit reichen Verzierungen und geht in den dritten Satz über, der mit einem Cello-Solo zum Finale mit einem prächtigen Rondo führt.
Der „Trio Part“ wird von dem „Rein Klaviertrio“ aus Aachen übernommen. Matthias Rein trat bei „con brio“ sowohl als Solist und Kammermusiker auf. Den Orchester Part übernimmt das Sinfonieorchester „Sinfonetta Regio“, ebenfalls aus Aachen.
Sinfonie e-Moll, op. 95 – „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorák.
Im 2. Teil des Konzertes präsentiert das „Sinfoniette Regio“ uns diese Sinfonie, die Dvorák 1893 bei seinem Aufenthalt in Amerika schrieb und im gleichen Jahr in New York uraufgeführt wurde. „Die Amerikaner erwarten grosse Dinge von mir und ich soll Ihnen den Weg in eine neue, selbständige, nationale Musik schaffen“. Von der Form her schuf Dvorák in der 9. keine Neuerungen, die viersätzige Sonatenform wurde beibehalten. Er verwendete in diesem Werk auch keine Indianer- und Sklavenmusik, wie vielfach gemutmaßt wurde, sondern er hat diese studiert und die Eigenarten dieser Musik in die Komposition eingearbeitet und dazu die passenden Melodien erfunden, wie er selbst beteuerte. Die Sinfonie ist geprägt von Melodien und Rhytmen die durchaus auf die Erfahrung seines Aufenthaltes in den USA fussen, dennoch ihren bömischen Einfluss nicht ganz verhehlen können.
Der grosse Triumph bei der Uraufführung war enorm, das Publikum tobte und die Zeitungen sprachen von noch nie dagewesenem Erfolg eines Komponisten. Die Musikkritik vereinnahmte sie gleich als „Die amerikanische Sinfonie“. Trotzdem, dass man ihn 1891 des Nationalen Conservatoriums ernannte, kehrte er 1895 nach Prag zurück. In Fachkreisen nannte man ihn den „bömischen Brahms“
Die Sinfonie „Aus der neuen Welt“ gehört bis heute zu den populärsten Musikwerken des 1900 Jahrhunderts. Dies wird dadurch untermauert, dass sie kürzlich bei einer Höherbefragung bei WDR 3 als beliebtestes Werk der Klassischen Musik auf den „ersten Platz“ landete.
Freuen Sie sich auf ein schönes Konzert und feiern Sie mit uns.